Guten Morgen! Am ersten Tag wollen wir erst einmal Nemi und die Gegend entdecken. Bereits ein erster Blick vom Balkon unseres "Hotel" Zimmers lohnt sich. Es ist ja ein nettes Zimmer, ein zumindest frisch renoviertes Fremdenzimmer rund 300 m bergauf hinter der "Hotel"-Pizzeria. Zum Glück fand Claudia schnell einen Weg zur Verständigung mit dem Personal "camera freddo".  Im Unterschied zu "tavola caldo" (für uns als Merker: Dort hofften wir auf warmes Essen :-) Der Lago die Nemi. Das Zimmer hat eine schöne und ruhige Lage mit Blick über See und Städtchen. Der weitgehend unverbaute, weite Blick auf den See ist schon ein echter Morgen-Genuss. Wenn hier das Internet ankommt, verschwinden vielleicht noch diese Antennen.  Das Foto versteckt eine weitere Batterie an Schornsteinen auf dem Hausdach vor uns. Auf dem Platz unten sind "Rezeption" und Frühstücksraum unseres "Hotels", also erstmal auf zum sportlichen Ab- und Aufstieg. Zum täglichen Abenteuer wurde, an diesen freilaufenden Kläffern vorbei aus dem Zimmer zu kommen. Der rechte Wadenzwicker kannte kein Erbarmen. Der linke war friedlich und schüchtern. Nemi ist ein nettes Touri-Städtchen. Leider waren die rechten Tische des "Hotels" zur Frühstückszeit immer im Schatten, also hatten wir morgens wahrlich winterliche Temparaturen. Jedoch ab Mittag wurden es plötzlich 20° zum Sonne-tanken. Die rosa Häuser Zeile in der Vertikalen zeigt unten das "Hotel", und ganz oben auf dem Berg unser Zimmer.
P1080595 P1080596 Der Wachturm von Nemi. Ohne praktische Nutzung für uns. Der Schornstein davor schaut aus wie ein Minarett. Der Lago di Nemi ist einer der beiden Albaner Seen bei Rom. An diesem Tag machen wir erst einmal eine Rundwanderung auf dem Höhenzug um den See. Unsere erste Tour. Da wir die Erkundung der Umgebung mit einer Verkostung der lokalen Spezialitäten verbanden, wurde der Tag voll ausgefüllt :-) Direkt vom Ort startete ein schön gepflegter und ausgeschilderter Wanderweg, wo wir am ersten Tag eine echte "Rush Hour" erlebten mit rund 8 Wanderern.  Dafür wurde es nach dem Wochende in der Folgewoche wieder ruhig, und wir blieben stets allein auf den Wanderwegen.
Auf unserem verwunschenen Wanderweg um den See. Rückblick hoch nach Nemi, wo der Pfad startete. Am See. Leider konnte man nur selten direkt am Wasser laufen. Es war toll, nach der Kälte in Deutschland hier schon gefühlt 1 Monat später im Frühling zu sein. Der Hahnenfuß zeigt uns den Weg um den See. Claudia geht auf "Pflanzen-Exkursion"... .. und entdeckt als nächstes Silberblatt dazu. Auch wenn dies hier lila ist ??? (Anmerkung der Redaktion: Das Silberblatt wird silbern, wenn es verblüht ist.) Und wieder buntes Grünzeug. Die Führerin lobt die Blümchen über den grünen (lila?!) Klee hinaus. Rückblick nach Nemi, wir sehen jetzt auch unser rosa "Hotel" wieder.
Endlich am Wasser angekommen. Zum Glück sind die letzten Meter versperrt, sonst könnte ich Claudia nicht mehr von einem Bad abhalten. Die ersten Entchen bringen Claudia verzückt zum Staunen... Man beachte die Plastik-Flasche, hier wächst eben alles :-) Das kleines "Nachbar"-Städtchen Genzano die Roma am gegenüberliegenden Ufer wird unser Lieblingsort. Aber wo findet man hier nun eine verdiente Stärkung?? Wir suchen doch "Bella Italia" mit tollen Antipasti. Endlich gefunden  - und nie wieder so erreicht. In dieser Bar gab es zum "Glasl Weißwein" direkt diesen verführerischen Snackteller "for free" dazu. Bereits am nächsten Abend war die Bar leider geschlossen. Hinter dem Städtchen erwarteten uns blühende Kirschen. Scheinbar war Papa Krüger auch schon hier und hat 2 Wanderstecken bereitgestellt. Der weitere Weg ging über lange Ginster-Wiesen, wo tatsächlich die Anwohner zu Picknick & Grillen aus ihren Häusern kamen.
Jetzt können wir Nemi von seiner anderen Seite sehen.  Das ist doch wirklich die Schokoladen-Seite! Ein kleiner Wasserfall begrüßt uns.  Name siehe Folgeseite... P1080648 P1080650 So, Claudia kann das iPad wieder wegstecken. Den weiteren Weg werden wir wohl so finden, oder? Juchu, heut ist wandern in kurzen Hosen möglich! P1080656
Zurück in Nemi können wir den Stolz des Städtchens verkosten: ein Schälchen Walderdbeeren. Hmmmmm! Die Sonne geht langsam am See unter. Mit dem schwinden der Sonne wird es sofort draußen ungemütlich, erster Regen kommt. Also bauen wir um, da im Zimmer eine Sitzgelegenheit nicht vorgesehen ist. Man sieht jeweils Grundnahrungsmittel + Arbeitsgerät von Claudia und  Torsten. Die Sonne geht hinter der Schornsteinkette schlafen. Abends ist wenig los in Nemi. Es wird nicht einfach, etwas vernünftiges zum Essengehen zu finden. Gute Nacht!